Die Geschichte des Bieres ist reich an Legenden und jahrtausendealter Tradition. Bereits um 1960 v. Chr. soll König Osiris das Bier in Ägypten als Stellvertreter des Weines eingeführt haben. Balling führt darauf auch die historische Methode zurück, Bier rein aus gemalztem Getreide zu erzeugen. Demgegenüber steht die Legende um den flandrischen König Gambrivius (ca. 1200 v. Chr.), der als Erfinder des Mischens von Malz und Rohfrucht gilt und später als Schutzpatron der Brauer verehrt wurde. Auch die alten Griechen, Teutschen und Gallier schätzten das Getränk. Die Gallier nannten ihr süßes Bier „Cerevisia“ (vermutlich gebildet aus Ceres, der Göttin des Getreides, und Vis, der Kraft) und ihr starkes, vergorenes Bier „Zythus“ . Der römische Kaiser Julian hinterließ uns allerdings ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis: In einem Spottgedicht beklagte er, der Geruch des Bieres sei im Vergleich zum Wein wie der „von einem Bock“. Der Hopfen, der heute aus keinem modernen Sudhaus mehr wegzudenken ist, fand übrigens erst um das Jahr 850 n. Chr. in Deutschland seinen ersten geschichtlichen Einzug im Brauprozess.